Bürgerbegehren  / Bürgerentscheid 
"Grundschule und Hort in der Bad Endorfer Ortsmitte"


Die schlechte Planung wird weiter getrieben - koste es was es wolle.


Die Planung geht weiter !

Der Gemeinderat hat auf seiner Sondersitzung am 15. Oktober beschlossen, den nächsten Schritt auf Basis der aktuellen Planung zu beauftragen. Das bedeutet unserer Meinung nach, dass die überstürzte, schlechte und viel zu teuere Planung weiter fortgesetzt werden soll.

Die vorliegende Planung des Schulzentrums ist ohne einen Architektur-Wettbewerb entstanden und wurde bislang noch nie ernsthaft hinterfragt. Wenn die Schule schon raus muss, dann sollte es zumindest ein angemessenes und kostenoptimiertes Projekt werden. Die prognostizierten Kosten von € 32,5 Mio. sollen nach Träumerei der Gemeinde auf € 25 Mio. sinken, werden aber am Ende aber wohl eher Richtung € 40 Mio. davon laufen.

    

Die Schui muss jetzt leider raus !

Die Endorferinnen und Endorfer haben sich beim Bürgerentscheid mehrheitlich für einen künftigen Standort für Grundschule und Hort an der Mittelschule ausgesprochen. Wir respektieren das demokratische Ergebnis des Bürgerentscheids natürlich, bedauern aber zum einen die mit 45% niedrige Wahlbeteilgung und zum anderen die Tatsache, dass sich die unserer Überzeugung nach richtige Idee von "Grundschule und Hort in der Ortsmitte" leider nicht durchsetzen konnte.
        
Unserem Eindruck nach war es großteils eine Abstimmung der Generationen: Während die Eltern, Familien und jungen Bürger meist für die Ortsmitte votierten, waren die Älteren und kinderlosen Bürger überwiegend für den Standort am Ortsrand bei der Mittelschule. Wir bedauern dieses nicht kinderfreundliche Ergebnis für Bad Endorf sehr, bringt es doch unserem Ort künftig den zweifelhaften Titel, eine der abgelegenste Grundschulen im weitem Umkreis zu haben. Kinder- und Familienfreundlichkeit hätte anders ausgesehen.
        
Wir sind dennoch zufrieden, dass wir es durch unser Bürgerbegehren geschafft haben, dass diese weitreichende Entscheidung nach einer breiten öffentlichen Diskussion von den Endorfer Bürgern basisdemokratisch getroffen werden konnte. Als Erfolg unser Bürgerinitiative sehen wir auch, dass das Problem der Schulwegsicherheit nun zumindest angesprochen und bewußt ist. Die Gemeinde ist jetzt in der Pflicht, hier Lösungen zu erarbeiten. Ferner schafften wir es, dass die Gemeinde das Volumen des € 32-Mio.-Schulzentrums nochmals hinterfragt und über den sinnlosen Abbruch und Neubau der teilweise nur 25 Jahre alten Mittelschule diskutiert wird.
        
 Bedenklich stimmt uns aber, dass offensichtlich vielen Bürgern ein ungehinderter und schnell fließender Autoverkehr sowie viele        zentrale Parkplätze wichtiger sind als Kinder und ein lebendiger Ortskern. Das künftige Jammern über zuviel Verkehrsbelastung und einen aussterbenden Ort sowie der Ruf nach Lösungen ist jetzt schon zu erahnen. Der Gemeindeführung wünschen wir jedenfalls        eine glückliche Hand bei der Bewältigung der aus dem Bürgerentscheid resultierenden Aufgaben. Ein nur ungutes Gefühl im Magen und ein wachsames Auge alleine dürften hier wohl nicht ausreichen.
        
Erwähnen möchten wir noch unsere Enttäuschung über die Vorgehensweise der Gemeindeführung, die mit der falschen   Behauptung, dass "Grundschule und Hort in der Ortsmitte" nicht möglich sind, Stimmung machte und Falschinformationen    verbreitete. Hier bestand offensichtlich zu keiner Zeit ein echtes Interesse an einer durchaus machbaren Lösung, sondern es sollte stets nur der bereits gefasste Plan durchgesetzt werden.
        
 Wir möchten uns abschließend nochmal bei allen, die uns in den letzten Wochen und Monaten tatkräftig, finanziell und idell        unterstützt haben, ganz herzlich bedanken und bedauern, dass wir mit unserer Initiative für "Grundschule und Hort in der Ortsmitte" keine bessere Lösung für die Endorfer Grundschüler und Familien herbeiführen konnten. Wir sind beim Bürgerentscheid     unterlegen, aber die eigentlichen Verlierer waren an der Abstimmung gar nicht beteiligt.

Die wahren Verlierer sind leider die künftigen Endorfer Grundschüler.